Archiv für Juni 2009

29
Jun
09

Pilanesberg

Schon um 5 Uhr klingelte der Wecker, denn um 6 Uhr wollten wir los nach Pilanesberg – einem weiteren Game Park (Wildpark) – und der war immerhin gute 2 Stunden von uns entfernt. Dort angekommen haben wir uns dann ziemlich schnell getrennt – die ganze Zeit Kolonne fahren und abstimmen wohin man fährt, wäre zu stressig gewesen.
Zebras und Gnus – von denen wir im Laufe des Tages echt genug sehen sollten – haben wir gleich am Anfang gesehen, aber auch 3 Giraffen überraschten uns gleich. Innerhalb des ganzen Tages haben wir: Giraffen, Elefanten, Gnus, Zebras, Nilpferde, Nashörner, Impalas und weiteres Wild und Vögel gesehen.
Die ersten Elefanten waren ein Erlebnis! Erst haben wir nur einen gesehen, der aber so schnell hinter einem Baum verschwunden waren, dass wir kein Foto machen konnten. Den zweiten haben wir dann von einer Aussichtsplattform gesehen (der war an der Stelle wo wir kurz vorher den anderen gesehen haben). Darauf hin sind wir bzw. Kevin wie irre den Weg zurückgefahren, ohne darauf zu achten ob die Strecke für 50 kmh gemacht ist oder nicht (war sie sicher nicht bei den ganzen Schlaglöchern). Wir sind dadurch aber noch rechtzeitig angekommen und haben den gleichen Elefanten aus der Nähe gesehen – und wen treffen wir da noch? Die anderen! Sollten wir doch nicht die einzigen sein, die Elefanten zu Gesicht bekommen.
Den ganzen Tag über haben wir “kaum” etwas zu Gesicht bekommen und meistens waren die Tiere hinter Sträuchern/ Bäumen versteckt und ziemlich weit weg. Aber die letze halbe Stunde in der Dämmerung sollte uns für den ganzen Tag belohnen!! Innerhalb dieser halben Stunde sind Elefanten, Nashörner, Giraffen und Zebras direkt vor unserer Nase über die Straße gelaufen!!!!! Einfach unglaublich!! Es waren bestimmt an die 15 Elefanten, unter ihnen auch Kleine, und die haben sich gar nicht von uns stören lassen. Einer der Elefanten hat ein Bäumchen nach dem anderen platt gemacht und das mit einer unglaublichen Leichtigkeit (ein Tritt und einmal mit dem Rüssel dran gezerrt hat genügt). Eines der Nashörner ist mit einem solchen Tempo an uns vorbeigerannt, das hätte ich denen gar nicht zugetraut (ich will nicht wissen, was passiert wäre wenn wir 20 Meter weiter vorne gestanden hätten – dann hätte es geheißen: Polo vs. Nashorn). Die Giraffen waren etwas scheuer – sie sind nachdem sie uns gesehen hatten, dann doch etwas zügiger über die Straße. So auch die Zebras.
Auch nach diesem Tag ist es verwunderlich, dass der Polo die ganzen Schlaglöcher und Steine ausgehalten hat. Der Polo ist zwar furchtbar staubig (auch von innen), aber sonst scheint alles prima zu sein! Und morgen gibt es dann einen neuen Mietwagen, ist vielleicht auch besser so… Probleme einzuschlafen hatten wir an diesem Abend jedenfalls nicht! Ich bin zu Hause mehr oder weniger nur noch ins Bett gefallen…

Für den Rest: Bilder sagen hier mehr als Worte!

26
Jun
09

Confederations Cup Semi Final: Brazil vs. South Africa

Brasilien gegen Südafrika – hätten wir es besser treffen können?! Ich denke nicht. Nach einem relativ frühen Feierabend, hieß es zu Hause: ANMALEN – unsere Mission: Wir kommen ins TV! Um diese Mission zu erfüllen, hatten wir uns alle (bis auf Sebi) eine Südafrika Fahne ins Gesicht gezaubert bzw. unser Gesicht war eine einzige Südafrikafahne.

Bafana Bafana

Bafana Bafana


Fertig bemalt und dick angezogen – denn es war wirklich kalt – ging es dann erst zu Frank und Steffi und dann zur Wits University, wo uns ein Shuttle Bus zum Stadion fahren sollte. Am Stadion angekommen, mussten wir wieder feststellen, dass die Sicherheitsvorkehrungen nicht wirklich streng sind – meine Tasche wurde zum Beispiel gar nicht durchsucht…
Unsere Plätze waren einfach der Hammer: siebte Reihe im unteren Rang – also ganz nah am Spielfeld und an den Fotografen! Die beste Voraussetzungen also um unsere Mission zu erfüllen. Kaum dort angekommen wurden wir auch schon von zahlreichen Fotografen abgelichtet – wir kamen uns vor wie Stars *g* Also wenn wir schon nicht ins TV kommen sollten, dann wenigstens in eine der Zeitungen (s. Independent Online). Vor Beginn des Spiels war die Stimmung im Stadion echt gut – die Südafrikaner haben einen nationalen Cheer-Song gesungen – aber zu Beginn des Spiels ließ das leider nach. Das Stadion war allerdings auch nicht ausverkauft, “lediglich” 48.000 Zuschauer waren da – für ca. 60.000 (auf Sitzplätzen) ist das Stadion ausgelegt. Bei jedem Pass in Richtung Tor sprangen zwar alle auf, aber das war auch fast alles – nur die Tröten, die viele dabei hatten, waren immer zu hören. Als dann kurz vor Schluss Brasilien das Tor geschossen hatte, sind viele sogar schon gleich gegangen. Merkwürdig war bei dem Spiel auch, dass immer wenn der einzige weiße Spieler aus dem afrikanischen Team an den Ball kam, alle “Boo” gerufen haben – das war aber kein Buh-Ruf, wie wir am Ende von einem erfahren hatten, sondern sie haben lediglich seinen Namen (Booth) gerufen…
Nach dem Spiel ging es dann wieder in Richtung Shuttle Bus. Wir waren alle schon ziemlich durchgefroren und wollten jetzt nur noch nach Hause! Wir durften aber noch ganze 1 1/2 Stunden in der Kälte stehen, bis wir endlich im Bus saßen!!! An der Organisation müssen sie also noch ein bisschen arbeiten hier… Um kurz vor 1 Uhr waren wir dann endlich zu Hause! Die Farbe ging erstaunlich gut ab – da hatten wir echt Bedenken, weil die Farbe komplett wisch- und trinkfest war… Zum Glück waren sich alle einig, dass es nächsten Morgen eine Stunde später zur Arbeit geht!!
Ellis Park Stadium

Ellis Park Stadium

22
Jun
09

Cape Town – Day 5

Der letzte Tag begann sehr früh, schon um um 7 Uhr klingelte bei allen der Wecker und um 8 Uhr hieß es Abfahrt. Am letzten Tag waren zwei der wichtigsten Dinge von unserer Liste immernoch nicht abgehakt: Robben Island und Tafelberg. Der Tafelberg war wolkenfrei, aber die erste Gondel fuhr erst in 1 Stunde – sehr riskante Angelegenheit, denn in 1 Stunde konnte das Wetter schon wieder ganz anders sein. Also dachten wir, buchen wir lieber Tickets nach Robben Island, um wenigstens eines abhaken zu können. Sollten wir vielleicht am letzten Tag Glück haben?! Natürlich nicht: die Fähre fuhr zwar, aber es war schon alles ausgebucht! Die nächste freie Fähre ging erst um 11 Uhr und das war dann mit unserem Rückflug zu knapp…
Doch wir sollten nicht ganz vom Pech verfolgt sein, denn auch noch eine Stunde später war der Tafelberg wolkenfrei und so konnten wir die atemberaubende Sicht doch noch genießen! Allein schon die Gondelfahrt war etwas besonderes, da der Innenteil der Gondel sich gedreht hat, sodass jeder einmal einen 360° Blick hatte. Es war zwar verdammt kalt auf 1060m Höhe, aber das hat bei der Aussicht keinen wirklich interessiert. Auch auf dem Tafelberg konnte man nicht sagen, dass Sicherheit besonders groß geschrieben wurde, denn das Geländer war teilweise grade mal kniehoch.
Anschließend fuhren wir dann ins Hostel zurück, haben unser Gepäck abgeholt und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Der Rückflug war genauso entspannt wie der Hinflug, auch wenn keiner zurückwollte. Kapstadt ist im Vergleich zu Johannesburg eine so viel schönere Stadt und nahezu alle hätten sich vorstellen können für längere Zeit dort zu bleiben!

Fotomaterial nach 5 Tagen Kapstadt: über 2600 Fotos = 7,5 GB

22
Jun
09

Cape Town – Day 4

Der TATA in Afrika

Das aufstehen fiel wieder sehr schwer, aber wir wollten uns alle nicht die Chance auf den Tafelberg oder Robben Island nehmen lassen. Dazu kam, dass Nev um 11 Uhr unbedingt eine Katamaran Tour machen wollte. Also rafften wir uns alle auf und fuhren, wie jeden Morgen, erstmal zur Waterfront, um zu frühstücken. Nev, Shahil und David sind gleich zum Katamarn und der Rest – Sebi, Sebastian, Kevin, Steffi und ich – fuhren zur der Gondel-Station (der Tafelberg war nämlich glücklicherweise nahezu wolkenfrei). Oben angekommen, parkten wir das Auto und stellten uns an, um Tickets zu kaufen. Doch auch an diesem Tag sollten wir kein Glück haben, denn innerhalb der halben Stunde von Waterfront zur Gondelstation hat es sich wieder zugezogen und es fing sogar an zu regnen… Wieder stellten wir uns die Frage: was nu?! Zum Glück hatten wir bereits morgens einen Plan B vorbereitet: eine Fahrt nach L’Aghulas, dem südlichsten Punkt in ganz Afrika. Mit der sehr genauen Karte von Google-Maps machten wir uns also auf den Weg – vorausgesagte Reisedauer laut Shahil: 2,5 Stunden – Sebi war Fahrer, ich Navigator.

Der erste Spaß auf unserem Weg war, den total verkaterten Kevin anzumalen. Nachdem auf der Nase unbemerkt zwei Striche platziert werden konnten, sollte die Wange mit einem Herz versehen werden. Dies wurde dann allerdings bemerkt und wir gaben freundlich wie wir sind Kevin Anweisungen, wie er die nahezu nicht vorhandenen Striche auf der Wange wegkriegen konnte – die Striche auf der Nase haben wir natürlich unerwähnt gelassen. Bis zu unsrem ersten Halt – eine schöne Sicht über das Städtchen Sommer West, wo Kevin die Striche entdeckte – hatten wir aufgrund dieser viel zu Lachen gehabt.
Nach einer relativ langen Fahrt durchs Inland fuhren wir dann weiter an der Küste entlang und machten in dem Dörfchen Hermanus halt – wieder ein traumhafter Küstenort. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits 2 Stunden Fahrt hinter uns und grade mal abgeschätzte 2/3 der Strecke. Nach einer langen Strecke nur gerade aus, kam plötzlich ein Stopschild und die befestigte Straße war zu Ende, vor uns nur ein Schotterweg mit jeder Menge Schlaglöchern. Sollte das der richtige Weg sein?! Wir drehten dann doch nochmal um, weil wir meinten paar Minuten zuvor ein Hinweisschild auf Cape Aghulas gesehen zu haben. Unsere Erinnerung hat uns auch nicht betrogen, doch gab es nach diesem Schild auch nichts besseres als einen Schotterweg. Nach großer Überredungskunst von Steffi und Sebi haben wir dann doch diesen Weg eingechlagen. Sebi fuhr nur Schlangenlinien, um den vielen Schlaglöchern auszuweichen. Der Weg wurde immer abenteuerlicher und wir haben uns langsam schon Sorgen um unseren Tata gemacht, denn die Reifen waren bestimmt nicht für so einen Weg gemacht… Nach 45 min Fahrt und mit keinem Wasser in Sichtweite, keinem Handyempfang und einer immer tieferstehenden Sonne, hatten wir langsam Angst den weiten Weg umsonst gemacht zu haben. Es wurden auch schon Pläne geschmiedet, wer zu erst gegessen wird, falls wir in der Einöde liegen bleiben… Um 16.28 – 2 Minuten vor unserer Deadline zur Umkehr – trafen wir doch tatsächlich wieder auf befestigte Straße und haben WASSER gesehen!!! Unglaublich! Alle waren wieder in Hochstimmung und nach weiteren 15 min Fahrt kamen wir dann endlich an unserem Ziel an – tatsächliche Fahrtdauer mit zwei kurzen Pausen: 4,5 Stunden!! Am südlichsten Punkt stiegen wir dann kurz aus und machten Beweisfotos für unsere Anwesenheit dort. Die weite Fahrt hat sich echt gelohnt! Man hat genau die beiden verschiedenen Farben der Ozeane gesehen: der Indische Ozean ein klares marine-bleu und der Atlantische Ozean ein eindeutiges aquamarin… Vor der Abfahr überprüften wir noch kurz die Reifen und fuhren dann schnell wieder zurück! Für die Rücktour wählten wir dann doch den kürzeren Weg und befestigte Straßen und somit waren wir dann nach 2,5 Stunden Fahrt durch völlige Dunkelheit (wir haben lange Zeit wirklich kein einziges Licht gesehen, außer das von Autos) und unter einem atemberaubenden Sternenhimmel wieder in Kapstadt und haben in Camps Bay gegessen. Das war das beste Essen des ganzen Afrikaaufenthalts – Babyhummer, Garnelen, Hecht – ein echtes Festessen.
Passendste Beschreibung des Tages: Der Weg ist das Ziel! Wir haben alle selten so viel gelacht, wie an diesem Tag!

22
Jun
09

Cape Town – Day 3

Das Aufstehen fiel uns allen heute sehr viel schwerer als am vorherigen Tag, obwohl wir sehr viel länger geschlafen haben als die Nacht davor. Als wir mit frühstücken fertig waren, war es bereits halb 12… Der Tafelberg war mal wieder mit Wolken verhangen, aber wir konnten Tickets für die 13 Uhr Fähre nach Robben Island buchen!!! Das hieß nun, eine gute Stunde Zeit totschlagen. Der eine Teil ist zu einem Crafts Market gegangen, um Souveniers zu kaufen, der andere Teil, Sebastian, Sebastian und ich, sind einen Kaffee trinken gegangen und haben an der Waterfront in der Sonne einheimischer Musik gelauscht. Um 12.45 sollte es denn soweit sein, ab nach Robben Island, doch Petrus meinte es mal wieder nicht gut mit uns: alle Fahrten nach Robben Island wurden wegen zu rauher See abgesagt… Das Geld kriegt man zum Glück jederzeit erstattet, aber die Frage war: was nu?!
Da der Tafelberg grade doch nahezu wolkenfrei war, haben wir beschlossen Karten für den Sightseeing-Bus zu kaufen und darauf zu hoffen, dass der Tafelberg immernoch frei ist, wenn wir an der Gondel-Station ankommen. Der Bus kam dann auch gleich und so kam es, dass wir alle mit Kopfhörern im Bus saßen und uns eine deutsche Stimme allerhand über Kapstadt erzählt hat. Auch wenn es ein Hop-on-Hop-off-Bus war, haben wir auf dem Weg zum Tafelberg nur am Schloss von Kapstadt kurz halt gemacht, von dem jeden Tag um 15 Uhr ein Kanonenschuss abgefeuert wird – dafür waren wir aber leider zu früh. Mit dem Bus 20 min später ging es dann weiter in Richtung Tafelberg – noch könnte es sich lohnen hinaufzufahren. An der Gondelstation angekommen – wie soll es anders sein – war der Tafelberg wieder komplett verhangen und es waren auch keine Wolkenlücken in Sicht… Also hieß es sitzen bleiben und weiterfahren, wir haben ja noch zwei weitere Tage an denen es klappen könnte… Der nächste Zwischenstopp war Camps Bay, wo wir ein bisschen am Strand herumgelaufen – allerdings nur recht kurz, da es sehr windig und somit a****kalt war – und Essen gegangen sind. Nachdem wir wieder an der Waterfront angekommen sind, fuhren wir dann nach Hause, um uns auf den nächsten Partyabend einzustimmen.
Um 21 Uhr fuhren wir also wieder zur Long Street und wollten diesmal nicht gleich in der erstbesten Bar einkehren. Im Endeffekt – nach einmal Long Street rauf und wieder runter – landeten wir doch in der gleichen Bar wie am Samstag. Die Long Street hält auf jedenfall nicht das, was ihr Ruf verspricht. Das lustige aber war, dass wir eines der Mädels von Samstag dort wieder getroffen haben, ohne Absprache natürlich. Nach 3 Runden Billard ging es dann auch wieder in den gleichen Club, wie am Samstag – allerdings ohne mich, Sebi, Nev und Shahil – so toll war der Club dann doch nicht.

19
Jun
09

Cape Town – Day 2

Am zweiten Morgen kamen wir überraschend fix aus dem Bett! Trotz des langen Abends war schon um halb 8 niemandem mehr nach weiterschlafen und so kam es, dass wir schon um 9 Uhr das Hostel verließen. Die zwei wichtigsten Punkte auf unserer Liste, Robben Island und der Tafelberg, waren leider beide nicht möglich – der Tafelberg war mit jeder Menge Wolken verhangen und die Fähre nach Robben Island fuhr nicht, da die See zu stürmisch war. Nun gut, wir haben ja auch noch anderes zum gucken :)
Die Wahl fiel dann auf Cape Point und Cape of Good Hope (Kap der guten Hoffnung), da das Wetter keineswegs schlecht war, sondern ein guter Mix aus Sonne und Wolken. Auf der Fahrt dorthin haben wir an einigen schönen Aussichtspunkten halt gemacht und haben viele Strände gesehen – einer schöner als der andere. Unsere Wege trennten sich allerdings schon recht früh – es gab eine Meuterei des zweiten Autos, das nicht mehr dem Auto mit dem GPS folgen wollte – und so kam es, dass Steffi, Nev, Sha und ich allein die beiden Punkte angeschaut haben.
Der Cape Point ist der süd-westlichste Punkt von Südafrika und ist einer der Touristenanlaufpunkte Nummer 1. Da einer von uns zu faul war, den Weg zum Leuchtturm hinaufzulaufen, haben wir den bequemen Weg – eine Tram, die 3 Minuten fährt – gewählt. Oben angekommen bot sich uns eine atemberaubende Aussicht auf Meer und Küste.
Am Cape of Good Hope wurden wir von einer Gruppe WILDER Strauße empfangen, das ein sehr ungewöhnlicher Anblick war, denn Strauße treiben sich normalerweise nicht am Strand rum. Die Aussichtspunkte konnte man hier allerdings nicht mehr auf befestigten Wegen erreichen, sondern es war klettern angesagt. Diese sogenannten “Wege” konnte man auch nicht wirklich als Wege bezeichnen – es waren lediglich Hinweise auf den besten Kletterweg. Die Kletterpartie war wirklich lustig, auch wenn es teilweise etwas komisch war so dicht am “Abgrund” zu laufen und der Wind ganz schön an einem gezerrt hat. Am Aussichtpunkt angekommen wurde dann erstmal ein Fotoshooting gestartet – es gab einfach zu viele schöne Stellen.

Nachdem wir denn alle wieder zueinandergefunden hatten, fuhren wir dann noch zu einer Pinguinfarm – dort gab es kleine, große, dicke, dünne und Baby-Pinguine. Echt süß, aber nicht so spektakulär, wie wir uns das vorgestellt hatten, da sie nicht am Strand rumliefen, sondern nur unter Gestrüpp geschlafen haben. Danach sind wir dann wieder Fisch essen gegangen, in dem Lieblingsrestaurant von Sha. Dort hat es zwar echt merkwürdig und muffig gerochen, aber das Essen war sehr lecker und der Kellner war ziemlich verrückt – so wie man sich einen typischen Seemann vorstellt. Nach dem Essen sind wir dann alle ziemlich erschöpft im Auto eingeschlafen, außer die Fahrer natürlich – da hat sich dann doch gezeigt, dass wir nur ca. 3 Stunden Schlaf hatten.

18
Jun
09

Cape Town – Day 1

4:00 – Der Wecker klingelte und es war viel viel viel viel zu früh zum aufstehen! Das Bett wurde nur sehr widerwillig verlassen, aber es war für einen guten Zweck: fast einen kompletten Tag in  Kapstadt trotz Anreise.
4:30 – Die restlichen Mitreisenden Shahil, Nev und Sebastian trafen ein!
4:45 – Eigentlich sollte der Bus, der uns zum Flughafen bringt, schon eingetroffen sein. Shahil rief beim Busunternehmen an und die einzige Antwort, die er bekam, war: “Der Fahrer ist unterwegs” Na toll, da sind wir ja beruhigt…
5:15 – Der Bus traf ein und es ging endlich los zum Flughafen.
6:55 – Wir saßen endlich alle im Flugzeug und konnten ein bisschen Schlaf nachholen. Essen bekamen wir nicht an Bord, aber was soll man auch für 86€ für Hin- und Rückflug erwarten?! Die Sicherheitsvorkehrungen bei nationalen Flügen sind hier auch sehr abenteuerlich: Getränke darf man anscheinend so viel mitnehmen wie man will und ob es bei der Kontrolle piept oder nicht, wird auch nicht beachtet – ganz nach dem Motto: “Das Ding ist eh immer kaputt” Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer…
9:10 – Kapstadt hat uns mit seinem schönsten Wetter empfangen: Wolken und Regen, aber dafür nicht so allzu kalt. Unser Gepäck hatten wir schon nach 20 Minuten (so schnell sollte das mal in Deutschland gehen) und unsere beiden Mietwagen standen auch schon bereit: ein roter TATA indigo sw und ein babyblauer Hyundai Atos Wir konnten von Glück reden, dass wenigstens der TATA einen großen Kofferraum hatte, sonst hätten wir “geringfügig” Platzprobleme bekommen mit dem Gepäck.
10:35 – Ankunft in der Ashanti Lodge – dem besten Hostel (Jugendherberge), in dem ich je untergekommen bin und das für grade mal 80 Rand am Tag!! Das Zimmer war sehr zweckmäßig eingerichtet: 4 Etagenbetten, 8 Safes und einem Waschbecken! Die restliche Ausstattung, die für alle zugänglich war, konnte sich auch echt sehen lassen: ein kleiner Pool, großer Fernseher, 2 Computer und 3 Badezimmer mit tollen Regendusche :)
11:05 – Abfaht vom Hostel in Richtung Waterfront. Als aller erstes haben wir uns mit Prospekten eingedeckt, um zu wissen, was wir wann, wie, wo dort machen konnten. Anschließend haben wir erst einmal beschlossen Mittag zu Essen – natürlich Fisch, was soll man in Kapstadt anderes essen?! Bei fast allen musste ein Hecht dran glauben, der furchtbar lecker war und natürlich keineswegs teuer. Gleich am ersten Tag habe ich Muscheln (keine Austern) gekostet und ich muss sagen, sie sind unerwartet lecker :)

Anschließend trennten sich dann schon das erste Mal unsere Wege: Steffi ist shoppen gegangen und der Rest hat das hochgelobte Aquarium besucht! Das Aquarium war echt toll und an einer Stelle konnte man sogar Plankton, Seesterne und andere kleine Meereslebewesen durchs Mikroskop beobachten – unter anderem auch beim Essen! Am frühen Abend sind wir dann erschöpft wieder im Hostel angekommen und haben uns ein bisschen ausgeruht, denn gleich der erste Abend sollte ein Partyabend werden. Doch davor haben wir noch einen schönen Sonnenuntergang beobachten können, bei so einem Anblick vergisst man dann auch gerne mal die Kälte.
Um 21 Uhr ging es dann zur Long Street, eines der bekanntesten Viertel zum Party machen in Kapstadt. Die Umgebung war leider nicht die schönste und wir waren alle froh, nicht dort in der Nähe ein Hostel gebucht zu haben. Der Abend war aber trotzdem sehr lustig und die Jungs haben gleich am Anfang ein paar Mädels klargemacht – und das mit dem ultimativen Spruch: “Wisst ihr wo man hier Abends gut Party machen kann? Wir wissen nicht wo es gut ist…” Natürlich kannten die Mädels eine Antwort auf die Frage und haben uns mit ins “Hemisphere” genommen. Der Club war im 31. Stock des ABSA Gebäudes, von dem man eine atembraubende Sicht über Kapstadt hatte. Auch die Musik war gut und sogar Shahil und Nev haben ordentlich mitgefeiert, auch wenn sich Shahil wohl nicht allzu wohl gefühlt hat in Hemd und Sakko.

09
Jun
09

Luey – the great and mighty Saint Bernard

Diesen Sonntag waren wir bei Shahils Mutter zum Essen eingeladen. Das Haus ist groß und wunderschön und liegt in einem riesigen Wohnkomplex mit seinen eigenen Regeln. Die Bewohner der Häuser dort dürfen zum Beispiel nach 20 Uhr nicht zu Fuß auf die Straße, ihre Wäsche nicht sichtbar draußen aufhängen, keine exotischen Haustiere halten und und und. Die Bußgelder dafür werden dann einfach zu der nächsten Mietrechnung addiert und abgerechnet.
Obwohl sie uns gar nicht kennt, hat Shahils Mutter ein riesiges Buffet aufgetischt und alles war wiedermal sehr sehr lecker: Grillfisch, Burger, verschiedene indische Köstlichkeiten, Salate, gegrillte Maiskolben und Milk Tart (eine typische südafrikanische Nachspeise, die die Holländer hierher gebracht haben). Das Rezept dafür bekomme ich noch :)
Das zweite Highlight war Shahils Hund Luey, ein 85kg schwerer Bernhardiner. Der Hund ist ein halber Bär und war auf eine merkwürdige Art und Weise einfach faszinierend. Luey hinterlässt überall Unmengen von Haaren und hat eine Speichelproduktion vom Feinsten… Unsere Klamotten mussten deshalb nach dem Tag erstmal komplett in die Wäsche, da sie mit Haaren übersäht und nicht ganz frei von Hundesabber waren. Ein Foto musste natürlich trotzdem mit diesem riesigen Hund gemacht werden. Als dies im Kasten war, bin ich dann aber eher auf Abstand gegangen, weil Haare im Essen oder Sabber an den Klamotten wollte ich dann doch so weit es ging vermeiden. Dies stellte sich teilweise als etwas schwierig heraus, da man solch einen riesigen Hund nicht einfach mal wegschubsen kann :D

09
Jun
09

erste Hausparty

Diesen Samstag war es endlich soweit, unsere erste Hausparty mit dem Motto “Crazy Black & White” stand an! Das Motto wurde lange diskutiert, aber im Endeffekt doch von allen geduldet (“Bad Taste Party” war Option Nr. 2 bzw. Favorit von Sebi, der aber gnadenlos überstimmt wurde *g*). Am Vormittag wurde noch die Sonne genossen und dann gings an die Vorbereitungen: Haus putzen, Salate machen, Musik zusammenstellen …
Die ersten Gäste, Nev und Shahil, kamen pünktlich auf die Minute und die restlichen trudelten so nach und nach ein! Da wir das Essen, d.h. die Salate und das Grillgut, organisiert haben, baten wir unsere Gäste Getränke mitzubringen. Wir haben damit gerechnet, dass jeder das mitbringt, was er selbst trinkt, aber dem war nicht so: Es haben alle sehr viel mehr mitgebracht und am Ende der Party bei uns im Kühlschrank gelassen (Endstand: 1 Flasche Wein, 3 volle Flaschen Schnaps und jede Menge Redbull mehr als vorher). Die Party war ein voller Erfolg, es ist nichts zu Bruch gegangen und keiner ist im Pool gelandet, auch wenn dort die Bierflaschen aufgrund mangelndes Platzes im Kühlschrank untergebracht waren. Nur der Fußboden musste leiden und hat am Ende geklebt wie Teufel. Zum Glück haben wir den Raum mit dem Teppich geschlossen gehalten, sonst hätten wir jetzt keinen beigen, sondern einen bunten Teppich.

Achja, fast hätte ich unser unglaubliches Erlebnis Erlebnis vom Freitag Abend vergessen. Wir waren mal wieder im Monty Casino, diesmal um den neuen Terminator im Kino zu gucken. Der Film war nicht so toll, aber dafür haben wir DAVID HASSELHOFF life gesehen!!! Er hat den Abend vor ca. 100 Leuten auf einer kleinen Bühne gesungen und später wurde auch noch Kitt durch das Casino gefahren (leider nicht von David selbst). Unglaublich, aber wahr…

08
Jun
09

House Warming Party

Am Donnerstag war es soweit, Andreas hat seine Housewarming Party (= Einweihungsparty) gegeben. Sein Haus liegt in einem riesigen Komplex in der Melville Road in Sandton mit einem Haus schöner und größer als das andere. Da könnte man es sich echt gut gehen lassen :) Sein Haus ist natürlich ebenfalls riesig, bestimmt 3 Mal so groß wie unser Haus hier! Überall ist Fußbodenheizung und es ist ausgestattet mit 2 Gästezimmern mit jeweils eigenem Bad (eins ist ca. so groß wie das Schlafzimmer von Steffi und mir), seinem Schlafzimmer mit großem begehbarem Kleiderschrank, zwei Wohnzimmern, einer großen Küche, Garten, Pool und dem Rest, den wir nicht gesehen haben… Es sind insgesamt bestimmt 50 bis 60 Gäste gekommen, die meisten sind allerdings schon recht früh gegangen. Die Studenten sind natürlich wieder länger geblieben, auch wenn wir lange nicht die letzten waren, und haben das sehr leckere Essen genossen :) Es gab ganz viel Sushi, eine große Käseplatte (ich habe das erste Mal seid 5 Wochen mal wieder richtigen Käse essen können *juhu*) und noch viele andere leckere Kleinigkeiten. Den ganzen Abend sind Kellner (bestimmt so 6 an der Zahl) herumgelaufen und kamen mit neuem Essen, das immer frisch zubereitet wurde. Auch bei den Getränken gab es nur das beste vom besten, Jack Daniels, Jameson, Captain Morgan, Smirnoff und natürlich Wein, Bier und Softdrinks. Auch Zigarren durften zu so einem feierlichen Anlass natürlich nicht fehlen… Die meiste Zeit haben wir – Haley, Sebi, Sebastian, Katja und ich – eher für uns allein gesessen, aber dank Debbie konnten wir ein paar Worte mit Mark Harris, dem Chef von Südafrika, wechseln. Die meisten Leute hier, auch Mark Harris, sind echt sehr viel lockerer als in Deutschland, den Unterschied zwischen Manager und normalem Angestellten merkt man hier nicht so sehr.




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